Über mich

Was mich inspiriert, ist das Kostbare im scheinbar Alltäglichen.
Das Aufdecken von Nuance und Schönheit.
Die Klarheit des perfekten Augenblicks, wenn ein Sonnenstrahl alles verändert.
Das einzufangen bereitet mir die größte Freude.

Wer ich bin

Ich habe 2012 angefangen, mit Film zu fotografieren. Meine erste Kamera war ein Geschenk meines Großvaters, eine alte Voigtländer Vito B. Bis heute besitze ich noch einige seiner alten Kameras. Sie sind weder besonders selten noch teuer – ganz im Gegenteil. Ich mag sie, weil das Resultat damit immer ein Stück weit unvorhersehbar ist, und natürlich ob des persönlichen und nostalgischen Werts.

Fünf Jahre später begann ich, mit bewegten Bildern zu experimentieren, als mein Freund Liam mit der Idee auf mich zukam, ein Musikvideo für seine (damalige) Band Paisley zu drehen. Er sagte, er habe es satt, die kreative Leitung jedes Musikvideos selbst übernehmen zu müssen, und gab mir freie Hand: „Mach, was du willst, und sei so künstlerisch, wie du möchtest.“ Genau das wollte ich hören.

Durch mein kreatives Netzwerk bekam ich bald Gelegenheit, weitere Musikvideos zu produzieren. Am besten gefallen mir dabei sowohl Prozess als auch Ergebnis, wenn sie das Produkt nicht eines einzelnen, sondern des Zusammenspiels verschiedener kreativer Köpfe darstellen. Ich versuche stets, so eng wie möglich mit den Künstler:innen zusammenzuarbeiten, um umzusetzen, wie sie sich selbst und ihre Kunst in der Welt präsentieren möchten. Mein Ziel ist es, diese Vision zu bereichern und weiterzuentwickeln. Wenn ich auf vergangene Projekte zurückblicke, bin ich auch ein wenig stolz auf das, was wir gemeinsam geschaffen haben. Am wichtigsten sind mir jedoch die gemeinsamen Erfahrungen und die Freundschaften, die dabei entstanden sind.

Nach Abschluss des Master-Studiums bin ich mittlerweile seit über drei Jahren im Bereich der Landschaftsarchitektur tätig. Meine Interessen liegen insbesondere in den Bereichen historische Gärten und Parks, Erinnerungskultur, Ökologie, Klimaschutz und Naturschutz.

Seit langem schon faszinieren mich die Räume, in denen natürliche und menschengemachte Welt aufeinandertreffen. Dann, wenn sie in Harmonie sind, und erst recht, wenn sie aufeinanderprallen und kollidieren. Dieses Thema rückte besonders in den Mittelpunkt meiner Fotografie, als ich in Bad Muskau lebte und in der dortigen Parkstiftung tätig war. In dieser kleinen Stadt an der deutsch-polnischen Grenze trifft die romantische Parkvision des Gartengestalters und exzentrischen Fürsten Pückler (1785–1871) auf die Auswüchse einer konsumfixierten und übersättigten Gesellschaft in Form des sogenannten Polenmarktes. Durchzogen ist Region ebenso von den Spuren historischer Bergbauaktivität wie alten Abraumhalden und renaturierten Seen. Die Auseinandersetzung mit diesen Thematiken mündete in der Ausstellung „it’s easy to say this place isn’t beautiful“ (2022). Meine Serie „1,20 m“, die Zäune in deutschen Kleingärten dokumentiert, wurde 2025 in der Ausstellung „Kleingarten Eden“ im ZfBK Sachsen gezeigt.

Meine Erfahrung im Bereich der Videoproduktion fußt weiterhin auf der Erstellung von Dokumentar- und Werbefilmen im Rahmen meiner bisherigen beruflichen Tätigkeiten. Dazu gehören ein 20-minütiger Kurzfilm, der die Herausforderungen dokumentiert, mit denen die Parkverwaltung des Muskauer Parks im Angesicht des Klimawandels konfrontiert ist (2021), sowie ein Videotrailer, der für die Bootstouren von Tobermory Wave Adventures in Ontario, Kanada, wirbt (2024), die ich eine Saison lang als Tourguide begleitete.

Janis Vetter Filming
Beim Dreh von‚Half Asleep‘ für Shelter Boy in Brighton, England (2018).

“Art would be useless if the world was perfect.”

Andrei Tarkovsky